Von Melbourne nach Sydney Teil 2

Von Eden aus ging es weiter über Merimbula und Tilba Tilba nach Batemans Bay. Bei unseren Stopps entlang der Küste konnten wir zweimal Walmütter mit ihren Babys beobachten, wie sie eine „Spielpause“ in den Buchten eingelegt haben. Die kleinen Wale sind wild aus dem Wasser gesprungen und hatten sichtlich Spaß dabei. Faszinierend, besonders weil wir nur ein paar Meter von den Walen entfernt am Ufer standen. Als wäre das noch nicht genug, ließ sich dann auch noch direkt vor unseren Füßen ein Seehund blicken.

Von der Küste aus haben wir einen kleinen Abstecher nach Tilba Tilba gemacht, einem kleinen historischen Örtchen aus dem 19. Jahrhundert. Besonders der kleine Bonbon-Laden hatte es uns angetan und jetzt können wir leckere Fruchtbonbons lutschen. Zum Glück knistert die Tüte laut genug, so dass ich Sebastian bisher immer erwischen konnten, wenn er heimlich eins stibitzen wollte.

Unsere letzte Etappe führte uns von Batemans Bay aus über Ulladulla und Jervis Bay nach Wollongong. In Jervis Bay sollen Delphine leben, die wir aber leider nicht gesehen haben. Wollongong ist die drittgrößte Stadt in New South Wales, aber nicht die allerschönste. Deshalb sind wir direkt noch ein Stück weiter gefahren und haben dann in dem kleinen Örtchen  Woonona übernachtet. Vorher haben wir aber noch am Strand von Woonona eine Pizza gegessen und den Surfern zugeschaut, die bei Sonnenuntergang die letzten Wellen genutzt haben.

Am nächsten Morgen ging es über den Grand Pacific Drive nach Sydney. In Sydney sind wir viel schneller als erwartet angekommen, weil wir mit viel mehr Verkehr gerechnet hatten. Also haben wir unseren Mietwagen schon um 12 anstatt um 15 Uhr abgegeben und sind, nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, zu Fuß Richtung Opernhaus gelaufen. Sydney ist wirklich eine tolle Stadt: tolle Aussicht, tolles Wetter, und überall gibt’s was zu entdecken.

Fotos, Fotos, Fotos

Melbourne nach Sydney Teil 1 bis Eden

Ein ruhiger kurzer Flug hat uns von Hobart zurück nach Melbourne gebracht. Dort angekommen, haben wir unseren Mietwagen übernommen (Ein Hyunday i20). Passend zur Rushhour mussten wir dann mitten durch Melbourne. Für die ersten 40km haben wir dann auch 2 Stunden gebraucht. Danach ging es dann etwas schneller, sodass wir noch bis zu unserem ersten Stopp in Leongatha gekommen sind. Weil McDonalds sein Internet geschrottet hatte, konnten wir uns kein Hotel online buchen. Christian – unser Reiseguide – hat uns dann kurz ein Motel gebucht. Kurz vor Toresschluss sind wir dann in dem Motel angekommen. Wir beide sind das erste Mal in einem Motel gewesen. Wenn man an die ganzen Filme denkt, wo Leute in Motels ermordet werden ist das auch ganz schön beängstigend :) . Wir haben die Nacht aber überlebt…

Der zweite Tag auf unserem Weg nach Sydney führte uns an der Küste entlang. Diesmal hatten wir uns frühzeitig ein Zimmer im Hotel in Metung reserviert. Ein sehr kleiner Ort direkt am Wasser. Der Weg dorthin führte durch eine schöne hügelige Landschaft. Auf der anderen Seite gab es aber auch sehr viel Strand – den so genannten 90 Mile Beach. Dort angehalten, hatten wir gefühlt den ganzen Strand für uns alleine. Man konnte gucken, soweit das Auge reichte (Bei Magdalena etwas weniger, als bei mir hihi). In Metung angekommmen, haben wir uns ein leckeres Abendessen gegönnt mit Lachs und einer ganzen Flunder – lecker.

Von Metung aus sind wir Richtung Lakes Entrance, nach Orbost, nach Cape Conron gefahren. Alles sehr schöne kleine Örtchen direkt an der Küste. Kurz vor Cape Conron haben wir uns unser Mittagessen gekauft, was wir dann direkt am Meer gegrillt und gegessen haben. Der kleine Verdauungsspaziergang führte uns dann zum Aussichtspunkt, an dem es Seehunde geben sollte. Die haben wir nicht gesehen, dafür aber einen Wal, der sich ziemlich nah vor uns im Wasser vergnügte. Sehr faszinierend. Nach diesem tollen Erlebnis sind wir dann direkt Richtung Eden gefahren, wo wir die Nacht verbracht haben. Hier haben wir dann von den Aussichtspunkten noch viele weitere Wale gesehen, die sich mit Arschbomben die Zeit vertrieben haben (OK, es waren die Köpfe, die sie rausgestreckt haben…). Damit wir nicht heute schon in Sydney ankommen, müssen wir uns ein wenig zügeln und nicht so viel Auto fahren. Es sind noch knapp 480km und wir müssen den Wagen erst am 15. Wieder abgeben. Alles also sehr entspannt.

Ein paar Bilder aus Tasmanien und ein paar von Melbourne nach Sydney

Tasmanien – Zweiter Teil

Von Burnie aus haben wir uns auf den Weg ins Inselinnere zum Cradle Mountain gemacht. Der Nationalpark „Cradle Mountain – Lake St. Clair“ gehört zum Weltkulturerbe und musst natürlich auch von uns besichtigt werden. Das Wetter spielte auch mit, so dass wir bei strahlendem Sonnenschein am Berg angekommen sind. Eine zweistündige Wanderung um einen See am Fuß des Bergs reichte uns dann aber, bevor wir auf unseren Campingplatz gezogen sind. Abends haben wir noch einen kleinen Wildlife-Spaziergang gemacht, auf dem wir 3 Wombats, 1000 Wallabies, und ein Possum gesehen haben. Possums sind kleine Katzenähnliche Tiere, die scheinbar nichts lieber wollen als unser Essen…

Am nächsten Morgen ging es dann weiter auf die 200 km entfernte andere Seite des Nationalparks zum Lake St. Clair. Wir hätten die Strecke auch laufen können: Eine 5-Tages-Strecke, der sogenannte Overland Track, hätte uns auch zum Lake St. Clair gebracht. Angeblich machen 10.000 Menschen jährlich diese Wanderung…nun ja, wir dann doch lieber nicht. Der Campingplatz für unsere letzte Nacht im Camper war leider nicht ganz so schön, dafür hatten wir den See fast für uns alleine. Unsere Suche nach Schnabeltieren, die es hier geben sollte, war leider nicht erfolgreich. Dafür haben wir uns dann unser letztes Feuerholz geschnappt und in einer Hütte ein Feuer gemacht. Unsere Campingnachbarn, zwei ältere Damen, kamen dann noch mit ihrem fangfrischen Lachs vorbei, den wir über dem Feuer gegart haben und dann zusammen verspeist haben…hmmm, lecker.

Unsere letzte Nacht haben wir trotz kleiner Regenschauer gut überstanden, und konnten uns rechtzeitig auf den Rückweg nach Hobart begeben. In Hobart sind wir noch auf den Mount Wellington gefahren, einem 1200 Meter hohen Berg direkt neben der Stadt. Die Fahrt hoch war zwar ziemlich nervenaufreibend, aber die Aussicht war einmalig. Die Stadt, die vorgelagerten Inseln, der Ozean, und das alles konnten wir bei Sonnenschein bewundern. In Hobart hatte gerade ein riesiges Kreuzfahrtschiff angelegt, die Radiance of the Seas. Das Schiff war größer als die meisten Gebäude der Stadt, und die Kreuzfahrer hatten sich in den Souvenirgeschäften eingenistet. Gut, dass wir erst noch unsere Wäsche waschen mussten, und erst fertig waren, als das Schiff sich gerade wieder auf den Weg zum Ozean machte. So konnten wir abends in aller Ruhe Fish and Chips am Hafen essen, noch ein wenig durch Hobarts Straßen bummeln und todmüde in unser großes, bequemes Hotelbett fallen.

Endlich mal wieder ein paar Fotos – Diesmal größtenteils aus Tasmanien

Der letzte Tag in Melbourne und die ersten Tage Tasmanien

Nach einem schönen Tag mit einer Menge Pferden (meine Allergie scheint verwachsen zu sein…), haben wir den letzten Tag bei Regen in Melbourne genossen und auf unseren Flug nach Tasmanien gewartet. Christian hat sich extra beeilt, pünktlich von der Arbeit zu kommen, um uns noch zum Flughafen zu bringen. Nach dem kürzesten Flug unserer Reise sind wir im Bed&Breakfast auf Tasmanien angekommen.

Am Donnerstag haben wir dann unseren Wicked Camper in Empfang genommen und sind die ersten Kilometer nach Port Arthur gefahren. Bereits auf dem Weg dorthin hat sich Tasmanien von seiner schönsten und grünsten Seite gezeigt. Sehr viele Hügel und sehr viele wilde Tiere. Die erste Nacht haben wir im Tasman Nationalpark verbracht. Zu Abend gegessen haben wir mit einigen Wallabies, die uns Gesellschaft geleistet haben. Ein kurzer Verdauungsspaziergang hat uns zu dem weißen Sandstrand der Fortescue Bay geführt. Wären es 30° anstatt 15° gewesen, hätte man gut und gerne schwimmen gehen können.

Die zweite Nacht haben wir im Freycinet National Park verbracht. Der Weg dorthin führte über eine kurvige Küstenstraße mit vielen Stränden und schönen Aussichten auf die bergige Landschaft von Tasmanien. Nach einem kurzen 30 Minütigen Walk, hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Wineglas Bay im National Park. Am nächsten Morgen gab es zum Glück eine warme Dusche – wurde auch mal wieder Zeit…

Der dritte Tag führte uns ins Landesinnere. Diesmal sind wir über eine noch kurvigere Strecke Richtung Launceston gefahren. Auf dieser Strecke haben wir uns gefragt, warum Christian und Astrid uns nicht zu einem Motorrad, oder Porsche geraten haben. Das hätte hier nochmal mehr Spaß gemacht, als unser kleiner Campervan. Zwischendurch haben wir noch an einem 90 Meter hohen Wasserfall und dem Holy Cow Café mit leckerem Eis halt gemacht. Hier gab es eine automatische Melk und Fütterstation für Kühe, von der Magdalen sehr fasziniert war.

Übernachtet haben wir dann auf einem Campingplatz für 3$ die Nacht. Es war einfach eine große Wiese, auf der wir unsere eigene Ecke ganz für uns allein hatten. Unser Essen haben wir auf einem geliehen Feuerkorb über offenem Feuer gekocht. Bei dem anschließenden Lagerfeuer ist uns ein kleiner Skorpion aus dem Holz gekrochen, dass wir bereits seit der ersten Nacht mit uns rum gefahren haben. Hmm… es gibt also doch ein paar kleine gefährliche Tierchen in Australien.

Nun sind wir in Launceston angekommen – leider ist heute Sonntag und es hat alles zu, daher werden wir nun weiter nach Burnie fahren und uns dort ein schönes Plätzchen für die Nacht suchen. Uns geht es rundum gut und wir könnten es momentan nicht besser haben! Fotos folgen, wenn das Internet mal wieder schneller ist. Bei Mc Donalds ist es echt eine Katastrophe mit der Geschwindigkeit.

 

Melbourne

Da wir in den letzten Tagen nicht dazu gekommen sind, unsere Erlebnisse aufzuschreiben, gibt es jetzt eine Zusammenfassung der letzten Woche.

Am Dienstag wurden wir von Astrid am Flughafen in Melbourne abgeholt und sind direkt nach Kinglake gefahren, wo wir schon sehnsüchtig von Hannah und den Hunden Wilson, Sonnie und Billy erwartet wurden. Im Garten wohnen außerdem noch jede Menge Papageien, Kakadus und andere Vögel, die man in Deutschland nur im Zoo bewundern kann. Am nächsten Morgen ging es auf in die große Stadt. Aus dem Sightseeing wurde erstmal nichts, weil die Queen sich angekündigt hatte. Und als eingefleischter Royal-Fan konnte ich mir natürlich nicht die Chance entgehen lassen, einen Blick auf Elizabeth zu werfen. Also musste Sebastian sich mit mir zusammen eine Stunde lang die Beine in den Bauch stehen, bis eine kleine ältere Dame in einem pinken Kleid vor unsere Nase in eine Straßenbahn (die Royal Tram) stieg und davon fuhr. Anschließend haben wir dann doch noch etwas von der Stadt gesehen (Downton, Chinatown, Docklands), bis wir wieder zurück nach Kinglake gefahren sind. Christian war inzwischen zu Hause und so konnten wir nach einem Abstecher zu Hannahs Pferd und einer kleinen Känguruh-Safari alle zusammen Abend essen. Der nächste Tag führte uns wieder nach Melbourne, diesmal in den Queen Victoria Market und das Stadtviertel Fitzroy, wo es viele hübsche kleine Läden und Cafés gibt. Sebastian hat hier auch tatsächlich einen Hut für seinen nicht ganz kleinen Kopf gefunden, mit dem es dann abends stilecht auf Wombat-Safari ging. Am nächsten Tag ging es mit Astrid und Christian auf eine Tour durch das Yarra Valley, eine Weinregion direkt in der Nähe von Kinglake. Zum Glück gibt es hier nicht nur Wein sondern auch eine Brauerei, wo die Männer sich ein paar Flaschen „White Rabbit Ale“ gegönnt haben. Es folgte ein Tag im Shopping Center, wo wir verzweifelt nach Weihnachtsmännern auf Surfbrettern gesucht haben. Scheinbar mögen Australier aber doch lieber die klassische weiße Weihnacht (auch wenn es die hier nun mal wirklich nicht gibt) und lassen ihre Weihnachtsmänner auch in Schlitten von Rentieren ziehen. Nach einem Besuch bei der deutschen Botschaft in Melbourne (Hannah brauchte einen neuen Reisepass) ging es dann auf die Mornington Peninsula. Die Region liegt zwischen der Bucht von Melbourne und dem Ozean. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und wir konnten einen sonnigen Tag am Strand verbringen. Der letzte Tag bei Familie Bathen in Australien drehte sich dann komplett um Pferde. Morgens haben wir Hannah bei ihrer Reitstunde zugeschaut und nachmittags haben wir das große Pferderennen von Melbourne im Fernsehen geschaut (dafür gibt es hier sogar schulfrei) und uns über unsere verlorenen Wetteinsätze geärgert.

Fotos aus Melbourne

Alice Springs

Nachdem wir morgens um halb 6 aufgestanden sind, um noch einmal den Sonnenaufgang am Ayers Rock zu sehen, aus dem Hotel auszuchecken und die 800km nach Alice Springs zu fahren. Wenn man sich direkt nach Sonnenaufgang im Outback auf die Straße begibt, versteht man auch, warum bei Dunkelheit das Fahren verboten ist. Auf der Strecke sind vor uns zwei Känguruhs über die Straße gehoppelt, zwei Kamelherden begegnet, und Kühe haben auch am Straßenrand gegrast…Zäune sind hier völlig überbewertet. Auf der gleichen Strecke sind uns allerdings auch nur 5 Autos begegnet, also kein Wunder, dass die Tiere die Straße gleich in Beschlag genommen haben. Nach 400km sind wir dann am Kings Canyon angekommen. Weil unsere Beine noch von den langen Walk gestern wehtaten, haben wir uns hier für die einfache Strecke am Boden des Canyons entschieden. Der Aufstieg zu den äußeren Steilwand-Rändern war uns dann doch zu steil. Trotzdem war der Canyon ein beeindruckender Anblick. Anschließend folgte Sebastians Highlight: 150 km Gravelroad. Während ich mich verzweifelt am Beifahrergriff festgeklammert habe, ist er mit 100 km/h über die rote Piste gerast. Als wir dann die ersten Autowracks am Straßenrand gesehen haben, konnte ich ihn doch davon überzeugen, etwas langsamer zu fahren. Irgendwie haben wir es auch tatsächlich geschafft wieder auf geteerte Straßen zu finden. Die hübsche Strecke durch die MacDonnell Ranges hat uns dann nach Alice Springs gebracht, wo wir eine Nacht in einem hübschen kleinen Hostel verbringen.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.